Weihnachten mal anders. Mit dem Van ans Nordkap

Dieses Weihnachten wird anders. Weg vom Familienessen hin zu den Nordlichtern.

Der Braten ist schon bestellt, die Nachspeise bereits geplant und die Gesichter unserer Familien sind lang. Wir haben ihnen gesagt, dass wir dieses Weihnachten nicht zu Hause sein werden.

Alles fing damit an, dass wir uns über die bisherigen Weihnachtsfeste unterhalten haben. Ich glaube, dass nicht nur wir so unsere Zweifel an dem alljährlichen Essens-Marathon haben und nach etwas Abwechslung suchen. Wer dann wie ich noch ein Scheidungskind ist, durchläuft diesen Run auf die Familienessen mehrmals an verschiedenen Stationen. Zuerst die eigene Familie, dann die Familie des Partners. Und was am Ende bleibt ist ein voller Magen, Bewegungsunfähigkeit und das Gefühl selbst viel zu wenig von den Festtagen gehabt zu haben. Dieses Empfinden brachte uns auf die Idee einfach weg zu fahren. Wir wollten einfach mal ein Weihnachten planen, bei dem man selbst im Mittelpunkt steht. Nicht, dass uns unsere Familien und wir sie nicht lieben würden, aber wenn wir ehrlich sind halten wir viel zu sehr an immer gleichen Ritualen fest. Ja es ist Weihnachten und die Familie ist wichtig, aber wir wollten einfach ein Weihnachtsfest an das wir uns auch in 10 Jahren noch erinnern würden.

Der Plan für die Feiertage, mit dem Van nach Nordeuropa.

Ich liebe Schnee und ich war noch nie in Nordeuropa. Eigentlich war es zuerst nur eine gesponnene Idee. Wir hatten uns etwas über bisherige Weihnachtsfeste unterhalten und überlegt, was wäre wenn wir einfach mit dem Van wegfahren. Wir könnten einfach alles ins Auto packen, den Motor starten und ohne wirklich festes Ziel losfahren. Dem alljährlichen Wahnsinn entfliehen und Weihnachten zu etwas ganz Besonderen machen.

Wir hatten festgestellt, dass wir beide schon sehr lange nicht mehr Weihnachten für uns gefeiert hatten. Die Familie für die es normal war, dass man zusammen feierte oder Freunde, die auch darauf bestanden, dass man da war hatten immer Vorrang. 

Nachdem meine letzten beiden Weihnachten wirklich die Schlimmsten seit Jahren waren, hatte ich eigentlich schon längst beschlossen, dass die nächsten Feiertage anders sein müssen. Im Gespräch mit Kathy meinte ich dann, „klar, lass uns ans Nordkap fahren und dem Weihnachtsmann persönlich die Hand schütteln…“, Kathy’s Antwort brauchte nicht mal zehn Sekunden, „Ja, lass‘ genau das machen!“ 

Spielzeuglieferwagen auf Holztisch mit Spielzeugrehen und Bäumen

Wie sagst Du es Deiner Familie?

Während ich meine Familie eigentlich schon im Vorfeld darauf vorbereitet hatte, dass ich dieses Jahr wohl woanders wäre, plante Kathy’s Familie schon kräftig das Familienfest. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht dennoch meine Familie mit der Idee etwas aus der Bahn geworfen hätte. Sie hatten zumindest auf den ersten oder zweiten Weihnachtstag als Alternative zum 24. gehofft. Wir waren uns aber einig, dass ein gutes Argument sein könnte, dass wir gerne dem Weihnachtsmann persönlich die Hand schütteln wollen. Tatsächlich war das nicht das Argument was überzeugte. Trotzdem macht genau das eine liebende Familie aus, dass sie trotz ihrer Enttäuschung an Deinem Wohl interessiert ist und sich schlussendlich für Dich freut.

Der Kompromiss

Besonders meine Großeltern zeigten sich von der Idee betroffen, dass wir Weihnachten nicht da sein würden. Sie hatten inzwischen 35 Weihnachten mit mir verbracht und nun sollte sich das ändern? Aus meiner Sicht ist es aber gerade für die Generation meiner Großeltern, sie sind beide über 80, weniger der 24. Dezember als mehr das Zusammensein mit ihren Liebsten. Aus diesem Grund beschloss ich, dass dieses Jahr einfach etwas früher Weihnachten gefeiert wird.

Die Lösung war recht simple und forderte auf beiden Seiten kleine Anpassungen. Eigentlich wollten wir schon am Donnerstag den 21. Dezember losfahren. Da es aber nun auf einen Tag nicht ankam verschoben wir unsere Pläne nach hinten und verlegten Weihnachten 3 Tage vor. Ich war mir nicht sicher, wie meine Idee ankommen würde, aber das Gesicht meines Großvaters verriet sehr große Freude, dass wir Weihnachten nicht ganz ausfallen lassen würden.

Besonders bei Menschen eines älteren Jahrgangs geht es wie zu Beginn beschrieben nicht um diesen einen Tag, sondern um die Zeit, die man miteinander verbringen kann.

Der Konkrete Plan und wann geht’s los?

Heute, knapp eine Woche vor unserer Abreise sehen die Pläne wie folgt aus.

Am 20. Dezember werde ich abends zu meiner Mutter fahren, sie lebt alleine. Freunde werden ebenfalls da sein und wir haben einen lustigen Abend, der am Ende auch nicht so viel mit Weihnachten zutun hat. Meine Mutter ist kein übertriebener Weihnachtsmensch. Trotzdem ist es auch hier die Zeit die eine Rolle spielt. Weniger dieser spezielle 24. Dezember. Es geht darum sich wirklich für die Menschen, die man liebt Zeit zu nehmen, was man auch an jedem anderen Tag im Jahr kann. Ich werde bei meiner Mutter schlafen, am nächsten Morgen, dem 21. Dezember mit ihr frühstücken und dann zu dem anderen Teil meiner Familie fahren.

Weihnachtliche dekorierter Tisch mit Weihnachtsdeko

Meine Großeltern werden sicher in der Küche mit den Vorbereitungen für das gemeinsame Essen beschäftigt sein. Mein Vater kommt vermutlich erst nachmittags von der Arbeit. Auch hier werde ich den Tag verbringen. Vielleicht abends, oder am nächsten Morgen werde ich mich dann mit Kathy treffen und wir fahren zusammen los und freuen uns auf die Nordlichter und den Schnee. Vielleicht haben wir sogar einen kleinen Weihnachtsbaum auf dem Armaturenbrett.

Sobald die konkreten Vorbereitungen für unseren Weihnachtstripp starten erfährst Du hier natürlich mehr. Du kannst natürlich auch gerne mal auf Instagram oder Twitter vorbei schauen. Dort siehst Du dann unter anderem die Bilder unserer Reise.

Wie feierst du Weihnachten, was hast Du dieses Jahr geplant und wie findest Du unsere Idee? Vielleicht ist es für Dich sogar wichtig alle Feiertage mit der Familie zu verbringen? Schreib uns gerne in die Kommentare, was Du dazu denkst. 

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