Kathy und der Burger an Weihnachten
Reisen

Mit dem Van über Weihnachten ans Nordkap – Teil 3

Mit dem Van über Weihnachten ans Nordkap - Teil 3
Social

Afri

Autor, Blogger, Streamer, Fotograf bei Afrify
100 % sarchotic is er, der liebe Afri. Manchmal auch etwas verwirrt, konzeptlos und will immer zu viele Schritte auf einmal nehmen. Außerdem hat er eigentliche viel zu viel um die Ohren. Trotzdem bemüht er sich regelmäßig ein paar sympathische Artikel im Bereich Fotografie, Reisen und seiner geliebten Kolumne zu veröffentlichen.

"Ich freue mich sehr, wenn Dir meine Artikel gefallen. Natürlich ist die Freude umso größer, wenn Du es schaffst auch noch einen Kommentar zu verfassen. Ich freue mich auf Dein Feedback und konstruktive Kritik."
Mit dem Van über Weihnachten ans Nordkap - Teil 3
Social

Weihnachten in Stockholm bei – 8°C und dem ersten Schnee. Leckeres Essen und teure Schnäpse.

Nachdem wir Kopenhagen verlassen haben, wollen wir direkt weiter nach Schweden. Tatsächlich ist es auch gar nicht mehr weit. Lediglich 52€ für die Überfahrt der Öresundbrücke und schon sieht man nach einer kurzen Passkontrolle Malmö. Von der Planung her haben wir uns am Ende etwas geärgert, dass wir die teure Brücke nicht wenigstens bei Tageslicht befahren haben. Leider sind die Tage im Winter auch hier schon relativ kurz, was die Planung wenn man eigentlich gar nichts geplant hat, entsprechend erschwert. Aber egal, wir wollen weiter kommen, Stockholm bis Weihnachten und das Nordkap bis Silvester erreichen.

Als nächstes Ziel für für unsere Übernachtung hat Kathy bei Park4Night einen Platz am Meer in Kalmar herausgesucht. Von Kopenhagen aus ist Kalmar bequem in vier Stunden zu erreichen. Als wir an dem Parkplatz, direkt am Strand, ankommen ist es bereits 21:30 Uhr. Die Häuser der Wohnsiedlung sind weihnachtlich beleuchtet. Morgen ist der 24. Dezember. Wir parken unseren Van in einer der Parkbuchten direkt am Wasser. Im Mondlicht erkennen wir die Brücke, die auf die Insel nach Öland führt.

Wir haben uns schon besser im Van eingelebt, aber etwas ungewohnt ist es bei den Temperaturen noch immer.

Der Blick aus dem Van in Kalmar auf die Brücke nach Öland

Es ist morgens etwas frisch bei -1°C, aber wir gewöhnen uns langsam an das Aufstehen im Kalten. Inzwischen haben wir uns auch bei der Morgenroutine recht gut organisiert. Jeder hat seine Aufgaben, wobei ich mehr den Part vor dem Van übernehme, während Kathy Kaffee kocht und für die Ordnung in unserem kleinen Wohnzimmer sorgt. Anders ausgedrückt, ich brauche morgens etwas meine Zeit und Kathy startet schon voll durch. Vermutlich ist es aber das Wichtigste, dass beide mit ihrem Teil bei so einer Reise zufrieden sind. Man muss sich eben arrangieren und darüber sprechen, was dem anderen besonders nach dem Aufstehen wichtig ist.

Als wir uns startklar gemacht haben, machen wir uns auf zu unserem nächste Halt. Stockholm ist ca. 450km von unserem Übernachtungsplatz in der Nähe von Öland entfernt. Die größte Stadt Schwedens liegt direkt auf der geplanten Route zum Nordkap. Natürlich wollen wir auch auf dem Weg zum Nordkap voran kommen und da es Weihnachten ist Stockholm bis zum Abend erreichen. Trotz der Tatsache, dass wir noch weitere 4-5 Tage Fahrt vor uns haben, reisen wir ohne wirklichen Zeitdruck. Wir halten hier und da auf der Suche nach einem „Badezimmer“ oder um einfach kurz die schöne Landschaft zu genießen. Da wir solch eine Reise vermutlich so schnell nicht wieder machen, müssen natürlich auch viele tolle Bilder entstehen.

An einem See in Schweden mit dem Van

Dieser See ist zugefroren, lass mal die Dicke der Eisfläche testen.

Eine Sache, die man nicht ganz so leichtsinnig tun sollte, einfach auf einen zugefrorenen See steigen und dann testen, wie dick das Eis ist.

Als wir an einem Rastplatz mit einem großen Gelände, vielen kleinen Häuschen und einer Sauna, direkt am See ankommen, sind wir etwas enttäuscht. Aufgrund der Wintermonate ist leider alles geschlossen. Auf dem See, der zu dem Gelände gehört, sehen wir einen Mann mit Stöcken auf dem Eis laufen. Was wären wir für Abenteurer, wenn wir das nicht auch testen würden.

Wir steigen über einen kleinen Steg zusammen aufs Eis. Ein Handybild aus einer knienden Perspektive und dann ein wenig herumschlittern. Als ich auf die geniale Idee komme kurz etwas hoch und runter zu wippen, geht ein lautes Knacken durch die Eisfläche. Kathy schaut mich erschrocken an und ich Blicke zum Steg. Wir sind gut zehn Meter davon entfernt. Während das Eis immer mehr unter unseren Füßen zu knacken beginnt, beeilen wir uns zu dem Holzsteg zurück zu kommen.

Kurz davor gibt es erneut ein lautes Knacken und man sieht einen großen Riss, der sich ein paar Meter hinter uns durch die gefrorene Oberfläche zieht. Zuerst steigt Kathy vom Eis und ich sehe mich schon im kalten Wasser ertrinken. Als ich es auch an Land geschafft haben, schauen wir beide uns an und müssen lauthals anfangen zu lachen. Es ist nochmal alles gut gegangen, aber wir hatte einen wahnsinnigen Schrecken bekommen. Es ist definitiv leichtsinnig gewesen und ich würde so eine Aktion nicht noch einmal machen.

Zugefrorene Seen sind nicht immer zum Eislaufen gedacht

Weihnachten in Stockholm. Eine schöne Stadt, die man sich auf der Reise zum Nordkap unbedingt ansehen sollte.

Als wir in Stockholm ankommen ist es natürlich dunkel. Die Tage scheinen immer kürzer zu werden. Wir haben uns für einen Parkplatz in der Stadt entschieden. Eigentlich mag ich es nicht irgendwo direkt in der Stadt zu übernachten. Trotzdem war es für den Weihnachtsabend eine gute Wahl. Bei frostigen -8°C laufen wir von unserem Parkplatz ca. 30 Minuten in die Stadtmitte. Da es wirklich extrem kalt ist und wir uns noch nicht so recht an die Temperaturen gewöhnt haben, entscheiden wir kurzerhand einen weiteren Aufenthalt im Espresso House. Hier hatten wir bereits in Kopenhagen einen leckeren Kaffee getrunken.

Kaffee zum Aufwärmen im Espresso House

Da es der 24. Dezember ist, haben natürlich auch nicht sehr viele Geschäfte und Lokalitäten geöffnet. Im Espresso House ist es warm, das Internet ist umsonst und man kann gemütlich etwas trinken und Zeit verbringen. Der perfekte Zeitpunkt mal nach Instagram zu schauen und Kommentare zu beantworten.

Da zum Weihnachtsabend aber auch ein leckeres Essen gehört, entscheiden wir uns irgendwann weiterzugehen. Wir suchen nach einem Lokal was zu unserer Stimmung passt. Wir irren fast eine halbe Stunde bei eisiger kälte durch die Straßen der Hauptstadt, bis wir auf eine gemütliche Bar aufmerksam werden. Ein kurzer Blick durch das Fenster von der Straße und wir wissen, dort werden wir unser privates kleines Weihnachten feiern.

The Bishops Arms Stockholm
The Bishops Arms – Stockholm

Über die Preise in Stockholm und eigentlich in allen Teilen Nordeuropas, wie wir während unserer Reise feststellen durften, schweigen wir uns an dieser Stelle einfach mal aus. Dafür lassen wir ein paar Bilder unseres ganz privaten Weihnachtsabends sprechen.

Afri und der Weihnachtsburger
Kathy und der Burger an Weihnachten
Nach dem Weihnachtsburger
Kathy am Instagramen und ein Schnaps

Wenn man an Weihnachten mit dem Van unterwegs ist, ist solch eine Bar das absolute Highlight. Ob wir sie bei einer einfachen Städtereise nach Stockholm genauso genossen hätten, kann ich nicht beurteilen.

Zu Hause (im Van) wartet noch eine Überraschung. Kathys Mama hat uns ein Weihnachtspaket mit auf den Weg gegeben.

Stockholm an Weihnachten

Der Heimweg gestaltet sich lustig. Wir haben großartig gegessen und uns ein paar Schnäpse und jeweils zwei Guinness gegönnt. Für das Geld, was wir für ein wenig Alkohol in Schweden ausgegeben haben, hätten wir in Deutschland zwar unsere ganze Familie zum Trinken einladen können, aber die Stimmung ist gut.

Als wir zurück zum Van kommen, schalten wir unsere Standheizung ein. Dank der Badematten, die wir als Scheibenisolierung verwenden, wird es recht schnell angenehm warm im Van. Wir holen das Geschenk von Kathys Mutter hervor und freuen uns wie kleine Kinder. Der Schuhkarton ist randvoll mit Süßigkeiten, ein Paar Socken, warmen Hausschuhe, einer Falsche Baileys und ein paar anderen Kleinigkeiten.

Weihnachtsgrüße von Mama

Wir beide waren uns einig, dass es ein perfektes Weihnachtsfest war, an das wir uns noch lange erinnern würden.

Uns interessiert, wie Dein perfektes Weihnachten aussieht. Könntest Du Dir solch eine Reise zum Nordkap über Weihnachten vorstellen. Lass uns wissen was Du denkst und schreibe es einfach in die Kommentar. Wir sehen uns im 4. Teil unserer Nordkapreise.

Du hast Teil 2 noch nicht gelesen? Dann hier entlang.

Afri
100 % sarchotic is er, der liebe Afri. Manchmal auch etwas verwirrt, konzeptlos und will immer zu viele Schritte auf einmal nehmen. Außerdem hat er eigentliche viel zu viel um die Ohren. Trotzdem bemüht er sich regelmäßig ein paar sympathische Artikel im Bereich Fotografie, Reisen und seiner geliebten Kolumne zu veröffentlichen. "Ich freue mich sehr, wenn Dir meine Artikel gefallen. Natürlich ist die Freude umso größer, wenn Du es schaffst auch noch einen Kommentar zu verfassen. Ich freue mich auf Dein Feedback und konstruktive Kritik."
Posts created 17

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Absenden eines Kommentars werden verschiedene, persönliche Daten verarbeitet und gespeichert.