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Zuhause, wo auch immer das ist!

Zuhause, wo auch immer das ist!

Kit

Ich bin Kit, 35 Jahre jung und ich liebe das Leben. Ich liebe es Menschen zu inspirieren, begeistern und vorallem mit meiner Art und Weise, deren Leben zu bereichern. Lasst mich wissen, ob euch meine Artikel gefallen, was ich besser machen kann und über welches Thema ihr gerne mehr erfahren möchtet. Ich freue mich auf eure Kommentare!
Zuhause, wo auch immer das ist!

Meine Reise auf dem Camino und die Suche nach einem Zuhause

Das Zuhause ist da, wo sich das W-Lan automatisch verbindet. Es ist ein Ort, wo man auf dich wartet. Zuhause ist es am Schönsten? Es gibt so viele verschiedene Definitionen, so viele Sprüche aber was ist wirklich ein Zuhause? Ist es gleichzeitig unsere Heimat? Oder ein Gefühl?

Substantiv, Neutrum oder viel mehr ?

Wenn ich es ganz nüchtern betrachte ist das Wort Zuhause, ein Substantiv, Neutrum das, Zuhause und wird als Heim, Wohnung bezeichnet, aber ist es auch wirklich so? Ich beschäftige mich schon länger nicht nur mit diesem Begriff an sich, sondern viel mehr mit dem großen Ganzen. In den letzten Jahren hatte ich oft das Gefühl, nicht angekommen zu sein. Irgendwie befand ich mich noch auf der Suche. Das was ich jahrelang für ein Zuhause gehalten hatte, war mit meinen veränderten Lebensumständen nicht mehr da. Ich wollte dies wieder haben in welcher Form auch immer und so dachte ich mir, Kathy du musst aktiv werden und dich auf die Suche begeben. Du musst Dich auf deinen Weg machen und dein Zuhause finden.  

Der Weg ist das Ziel

Einfamilienhaus oder ein Zelt am Strand?

Dieses Jahr war ich für sechs Wochen unterwegs auf dem Camino und durfte Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen kennenlernen. Ich erfuhr deren Sichtweise und konnte sogar ein Teil von ihrem Zuhause sein. Für viele Menschen ist es ganz eindeutig. Ihr Zuhause steht grundsätzlich mit einem Ort in Verbindung. Zuhause ist gleich Heimat, da wo man geboren und aufgewachsen ist, da wo die eigenen Wurzeln sind. Dort wo eventuell später sogar eine Familie gegründet wird und ein Zuhause in Form eines Einfamilienhauses steht. 

Aber es gibt auch die andere Seite der Medaille. Es sind die Menschen, die sich überall auf dieser Welt zu Hause fühlen. Die kein Haus benötigen. Diese Menschen drücken dann das Zuhause in Form von „diesem Gefühl“ aus. Sie können Tage lang unterwegs sein, im Zelt schlafen oder einfach so unter dem Sternenhimmel. Ist erstmal etwas schwierig vorstellbar aber durchaus möglich. Die Einstellung jedes einzelnen entscheidet wie wir unser Zuhause sehen.

Mein Zuhause ist wie eine heisse Schokolade

Ich war sehr erstaunt, dass sich so viele Menschen zu Hause fühlen, wenn sie unterwegs sind. Das Reisen, unterwegs sein, in Bewegung bleiben bedeutet demnach Neues entdecken, Menschen und deren Gewohnheiten und Kulturen kennen lernen, ein Stück weit mit all diesen Dingen zuhause zu sein. Für mich ist ein Zuhause so etwas wie eine heiße Schokolade. Erst berührt sie meine Lippen, verbreiten sich langsam in meinem Mund und dann trifft sie mit voller Wucht mein Innerstes und erwärmt mein Herz. Für mich stellte sich nur die Frage, wie werde ich diese heiße Schokolade finden?

Heisse Schokolade, Kathys Zuhause

Bin ich der Typ Mensch, der überall auf der Welt Zuhause sein kann

So ging ich im Mai los und begab mich auf meinen Weg, um zu schauen, wer bin ich und wo will ich in diesem Leben hin. Vielleicht werde ich nie ankommen und bin der Typ Mensch, der überall Zuhause sein kann. Zum Zeitpunkt meiner Reise wusste ich dies noch nicht.

Sechs Wochen unterwegs zu Fuss quer durch Spanien um am Ende in Santiago de Compostela anzukommen. Nicht jeder Tag war einfach und ich musste zum ersten mal in meinem Leben alleine meinen Weg gestalten. Ich war vorher in dieser Form, mit einem acht Kilogramm Rucksack auf meinem Rücken, noch nie unterwegs gewesen. Etwas Angst hatte ich durchaus, nicht vor möglicher Gefahr als Frau unterwegs zu sein, eher vor mir selbst.

Wie komme ich mit mir klar und werden meine Füsse mich 800 Kilometer tragen? Ich hatte so viele Fragen auf die ich noch keine Antwort hatte. Ich wusste mein Ziel wird es sein, ein Zuhause zu finden. 

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die unseren Reisen ein Zuhause geben

Ich hatte die ersten Tage so viele Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen. Eine Frau aus Deutschland trug die Asche Ihres Bruders nach Santiago und hatte im Gegensatz zu mir längst ihr Zuhause in Form von Familie, Kindern und einem festen Wohnsitz gefunden. Dagegen bewegte ich mich immer noch im Dunklen.

Die Zeit spielt plötzlich auf diesem Weg keine Rolle mehr. Ich wusste bereits nach ein paar Tagen nicht mehr welcher Wochentag es gerade war, geschweige denn die aktuelle Uhrzeit. Also verließ ich mich alleine auf mein Körpergefühl. Solange ich konnte lief ich, machte Pausen wann und wo ich wollte.  Es gab Tage, an denen ich bei strömendem Regen ganz alleine im Wald lief, meine Musik hörte und einfach jedes Lied mitsingen konnte. Außer mir gab es niemanden weit und breit.

Erfahrungen auf dem Weg nach Hause 

Es gab auch Tage der Einsamkeit, wo ich mir gerne Gesellschaft gewünscht habe. Aber auch mit dieser Situation musste ich umgehen. Alleine Mahlzeiten zubereiten und dann diese alleine genießen. Für andere zu kochen liebe ich und dann gemeinsam das Essen zu genießen, aber auch diese Erfahrung war nötig.  Die Erkenntnis für mich ist, ich weiß jetzt, dass ich super alleine mit mir reisen, Tage und Wochen unterwegs sein kann. Aber will ich das auch ?

Begegnungen

Leider hatte ich auf meinem Weg nicht immer das Ziel im Auge behalten können. Die Suche nach einem Zuhause gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht. Ich führte oft Selbstgespräche, was ich welchen Mitmenschen Zuhause am liebsten sagen würde und was ich sogar wieder zurück nehmen würde. Aber was einmal unsere Lippen verlassen hat, kann nicht mehr zurück genommen werden. „Wenn hätte kommt, ist haben weg“, so war ich sehr dankbar, dass viele meiner Selbstgespräche auf dem Weg geblieben sind. Wenn man unterwegs ist vergisst man oft die Dinge um sich herum und ist wirklich in der Gegenwart. Denn hier passieren die besten Dinge. 

Die Suche nach einem Zuhause ist schwieriger als man denkt

Am 18. Juni kam ich in Santiago an und war somit am Ziel, bekam meine Urkunde mit den Kilometern und meinem Namen und was jetzt? Natürlich war ich stolz auf meine Leistung aber war es wirklich mein Ziel? Nein ich war doch los gelaufen um mein Zuhause zu finden. Mir war bewusst, Kathy in Santiago ist noch nicht das Ziel deiner Reise. Ehrlicherweise war ich etwas enttäuscht, meine Sichtweise war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar und so beschloss ich weiter nach Porto zu reisen.

Porto ist wunderschön, ich war dort in einem Hostel direkt am Meer zu Hause und erkundete die Stadt auf meine eigene Art und Weise. Etwas verträumt lief ich durch die engen Gassen, blieb auch mal öfters stehen, nahm mir einfach mehr Zeit als auf dem Camino. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte ich mehr Leichtigkeit, mehr Ausgeglichenheit als vor dem Start meiner Reise. Nach einigen Tagen in Porto beschloss ich zurück zu fliegen, zurück nach Hause. Da wo meine Familie auf mich wartete. 

Als ich in Frankfurt landete, wollte ich mich einfach umdrehen und wieder zurück in den Flieger steigen. So viele Menschen von allen Seiten. Ich ging durch die Tür im Terminal und da war es, mein Zuhause. Was ich bis dahin auch noch nicht gemerkt hatte, meine Familie nahm mich mit offen Armen auf. Blumen, Luftballons und sogar T-Shirts mit: „Kathy du hast es geschafft!!“ Sogar ganz fremde Menschen begrüßten mich mit mit den Worten „Willkommen Zuhause.“ In diesem Moment wusste ich gar nicht wie mir geschah.

Die Fahrt über vom Flughafen nach Hause war ich still und leise. Mir fehlten die Worte und ich war leicht überfordert. Nach der langen Zeit alleine und dann so viele Menschen. Ich war froh, wieder da zu sein aber auch etwas nachdenklich. All die schönen Dinge die ich unterwegs erlebt hatte, waren nicht mehr so präsent und das Hier und Jetzt holte mich viel zu schnell ein.

Mein Herz

Eine neue Wohnung bedeutet nicht immer ein Zuhause 

Wochen und Monate vergingen und ich zog in eine neue Wohnung, verabschiedete mich von meinen Altlasten und richtete mich in meiner Wohnung ein. Ich begann in meinen alltäglichen Rhythmus zu kommen, aber es war nicht da. Das machte mich wirklich böse. Böse! Wo ist denn bloß dieses Zuhause geblieben? Ich wartete ungeduldig und versuchte dieses Gefühl von Zuhause zu finden.

Es dauerte eine ganze Weile und ich hatte gar nicht mehr danach gesuchte. Aber wie sagt man so schön, wenn Du nicht nach etwas suchst, kommen die Dinge von ganz alleine. Mein Zuhause, kam ganz von alleine, eines Tage, ohne Vorwarnung. Dieses Gefühl nach dem ich so lange gesucht habe kam und blieb bis heute. 

Mein Zuhause ist kein Ort, es ist ein Bauchgefühl

Ich weiß jetzt, ich werde niemals mein sogenanntes Zuhause in Form eines Ortes finden, denn ich trage es in mir. Es hat mich gefunden. Egal wo ich auf der Welt sein werde, da wo ich Menschen um mich herum habe, sei es meine eigene Familie, Freunde oder ganz fremde Menschen, da bin ich Zuhause. Mein Zuhause ist kein Ort, es ist ein Bauchgefühl, mit all dem was mich glücklich macht.

Für mich wird es nicht ein Ort oder eine Wohnung sein, denn das alleine macht mein Heim nicht aus. Manchmal sitze ich da und denke mir, Kathy, du bist 800 Kilometer quer durch Spanien zu Fuß gegangen. Du warst auf der Suche nach einem Zuhause und dann einige Zeit später hat es dich gefunden. Eigentlich war es immer schon da.

Mit Reichtum im Gepäck

Ich habe gemerkt, dass wir einen Perspektivwechsel brauchen. Wir sind gelegentlich so auf der Suche nach etwas, dass wir das Hier und Jetzt übersehen. Unser Leben geht oftmals einen Weg, den wir sonst nicht für möglich gehalten hätten und stellt sich als der Beste in unserem Leben heraus. So bin ich losgezogen um ein Zuhause zu finden und zurück kam ich mit so viel Reichtum in meinem Rucksack, reich an Erfahrungen. Eine neue Perspektive zu mir selbst, meinen Mitmenschen, gegenüber meiner Familie und vor allem gegenüber meinem Zuhause.

Für mich steht fest, es gibt kein Schwarz oder Weiß. Jeder Mensch entscheidet ganz für sich alleine, welche Form sein ganz eigenes Zuhause ist. Ob es das Einfamilienhaus auf dem Land oder in einer Großstadt ist, der Platz unter freiem Himmel oder die heiße Schokolade an einem Sonntagnachmittag. Das Wichtigste ist das Gefühl, welches uns sagen lässt …mein Zuhause ist…..

Zuhause, unterwegs sein

Falls ihr noch mehr Bilder von meiner Camino Reise sehen möchtet, dann schaut einfach auf Instagram vorbei. 

Wie definiert Ihr das Gefühl zu Hause zu sein? Habt ihr es bereits gefunden oder seid ihr noch auf der Suche? Ich freue mich über eure Kommentare. 

Kit
Ich bin Kit, 35 Jahre jung und ich liebe das Leben. Ich liebe es Menschen zu inspirieren, begeistern und vorallem mit meiner Art und Weise, deren Leben zu bereichern. Lasst mich wissen, ob euch meine Artikel gefallen, was ich besser machen kann und über welches Thema ihr gerne mehr erfahren möchtet. Ich freue mich auf eure Kommentare!
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