Ein gutes Bild
Fotografie

Das muss knacken! Bild mit Identität.

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Social

Afri

Autor, Blogger, Streamer, Fotograf bei Afrify
100 % sarchotic is er, der liebe Afri. Manchmal auch etwas verwirrt, konzeptlos und will immer zu viele Schritte auf einmal nehmen. Außerdem hat er eigentliche viel zu viel um die Ohren. Trotzdem bemüht er sich regelmäßig ein paar sympathische Artikel im Bereich Fotografie, Reisen und seiner geliebten Kolumne zu veröffentlichen.

"Ich freue mich sehr, wenn Dir meine Artikel gefallen. Natürlich ist die Freude umso größer, wenn Du es schaffst auch noch einen Kommentar zu verfassen. Ich freue mich auf Dein Feedback und konstruktive Kritik."
Das muss knacken! Bild mit Identität.
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Von der einfachen Aufnahme zur eigenen Kunst in der Fotografie.

Wie bei so vielem im Leben stellt sich die Frage „was ist perfekt“ und was ist eher nur Standard oder sogar darunter? Ist „perfekt“ überhaupt ein erstrebenswertes Ziel für ein Bild? Für wen soll es perfekt sein und wer soll es sehen?

Die letzte Frage ist vielleicht sogar am einfachsten zu beantworten.

Wer soll mein Bild sehen?

Das Internet ist groß und es gibt unzählige Seiten, auf denen man seine Bilder teilen kann. Wer fotografiert und seine Ergebnisse mit anderen teilen möchte hat die Qual der Wahl. 

Ist Dir schon aufgefallen, dass Dein Bild in verschiedenen sozialen Netzwerken auch unterschiedliche Reaktionen erzeugt? Während Deine Fotografie auf Facebook untergeht, erhältst Du auf Instagram überragend viele Likes. Und während Du Dich über den Erfolg auf Instagram freust, erzielt Dein Bild bei 500px kaum Aufmerksamkeit.

Instagram

Unterschiedliche Portale haben auch unterschiedliche Vorlieben und Möglichkeiten. Ein entscheidender Vorteil auf Instagram sind sicherlich die recht einfach zu wählenden Hashtags für Deine Fotografie. Ein Nachteil liegt aber darin begründet, dass Deine Aufnahmen meist auf Handydisplays in stark reduzierter Form angezeigt werden. Vielleicht hat auch ein Betrachter  nur beim schnelle durchscrollen seiner Timeline einen Like vergeben ohne das Bild genau zu sichten. Ebenso wimmelt Instagram von Menschen, die Inhalte nur deshalb liken und kommentieren um auf den eigenen Content aufmerksam zu machen.

Facebook

Bei Facebook sieht die Welt schon wieder anders aus. Vermutlich wird Facebook von 2/3 der User auf einem mobilen Endgerät und von 1/3 auf einem Desktop-Pc angeschaut. Ebenso ist die gesamte Haptik der Webseite, konkurrierende Inhalte und die einzelnen Vorlieben der User entscheidend. Teilst Du Dein Bild in Fotogruppen auf Facebook hast Du zumindest den Vorteil die richtige Zielgruppe zu erreichen. Allerdings konkurrierst Du mit extrem vielen Bildergebnissen anderer Fotografen und musst tatsächlich aus der Masse herausstechen. Zudem fällt bei Facebook oftmals auf, dass das Niveau und die Qualität der veröffentlichten Bilder stark variieren kann und absolute Fotografie-Neulinge mit recht erfahrenen Fotografen vermischt werden. Genau das macht die neutrale Bewertung der eigenen Bildqualität manchmal nicht ganz einfach.

500px

Während sowohl bei Facebook aber auch bei Instagram sehr oft die soziale Reichweite entscheidet und auch sehr viel Zuspruch von Leihen erwartet werden kann, erscheint 500px als wesentlich aussagekräftigere Referenz. Wie ein Bild bei anderen ankommt, entscheidet sich recht unabhängig vom Bekanntheitsgrad der eigenen Seite und bietet aus meiner Sicht eine unabhängigere Referenz von Menschen, die sich tatsächlich mit der Materie beschäftigen

Trotz der Auffassung, dass ich 500px für wesentlich aussagekräftiger halte, muss man zugestehen, dass natürlich auch hier der Zuspruch mit wachsender Bekanntheit steigt. Trotzdem ist eine Beeinflussung durch soziale Reichweite nicht in dem Maße gegeben wie bei Facebook.

 Welche Menschen möchtest Du erreichen?

Neben der Wahl der Plattform spielt natürlich auch Deine Zielgruppe eine entscheidende Rolle. Ein eigener Bildstil verlangt immer Mut. Allerdings ist der eigene Bildstil das, was Dich bei Massen von Fotografien von der Menge abhebt. Du solltest Dir also die Frage stellen, ob Du bei der breiten Masse irgendwie erscheinen oder bei einer bestimmten Zielgruppe mit Deinem eigenen Bildstil einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchtest. Wie Du Deinen eigenen Bildstil gestaltest ist dabei natürlich Dir selbst überlassen und Du solltest nicht zögern einfach ein paar Sachen auszuprobieren und zu schauen, was am besten ankommt und natürlich auch für Dich als Fotografen am besten funktioniert.

Was ist das perfekte Bild und welche Rolle spielt es ob Dein Bild perfekt ist?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es so etwas wie „perfekt“ in der Liga der Hobbyfotografen nicht gibt. Vermutlich gibt es kein Bild in meinem Portfolio was ich als „perfekt“ bezeichnen würde. Ob es bei Profifotografen anders ausschaut kann ich nicht beurteilen.

Als Hobbyfotograf (je nach Dauer und Leistungsgrad) befindest Du Dich in einem permanenten Entwicklungsprozess was Deine Fotografie angeht. Das bedeutet, dass Bilder die Du vor einem Jahr noch als gut empfunden hast, bei einem entsprechenden Lernfortschritt, heute nur noch Durchschnitt oder darunter sind. Lediglich ganz wenige Aufnahmen sind heute noch meine Favoriten, die ich gerne immer wieder teile. Diese einzelnen Aufnahmen sind aber trotz ihres Bestandes nicht so gestaltet, dass ich sie heute nicht selbst kritisieren würde.

Ich würde also behaupten, solange man in der Lage ist sich permanent zu verbessern und in der Fotografie weiterzuentwickeln, gibt es so etwas wie das „perfekte“ Bild nicht. Es gibt sicherlich Shootings bei denen man am Ende mehr mit den Ergebnissen zufrieden ist und dann gibt es Shootings wo es weniger der Fall ist. Aber für mich gesprochen gab es bisher weder perfekte Bilder als Rohmaterial, noch bei der Nachbearbeitung. Diese Selbstkritik macht eben, wie im Vorfeld angesprochen, den Anspruch an sich selbst und die Verbesserungen die man im Laufe der Zeit entwickelt aus. Stellt man irgendwann fest, dass man auch an älteren Aufnahmen nichts mehr auszusetzen hat und nicht mehr auf der permanenten Suche nach dem perfekten Bild ist, dann hat man vermutlich aufgehört sich zu entwickeln. Ob das gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Perfekte Bilder machen keinen erfolgreichen Fotografen aus.  

Tatsächlich geht es aber auch gar nicht um das perfekte Bild. Zumindest dann nicht, wenn man dieses nicht für sich selbst sondern die Anzahl der Likes generiert. Wie im Vorfeld angemerkt, ist der Erfolg in sozialen Netzwerken meist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und ein mittelmäßiges Bild erzielt bei der richtigen Veröffentlichungsstrategie durchaus gute Ergebnisse und generiert Aufmerksamkeit. 

Viel wichtiger ist es aber sicherlich einen eigenen Bildstil zu entwickeln, der eine bestimmte Gruppe von Menschen begeistert und so eine Treue Community um die eigene Arbeit bildet. Am Anfang gestaltet es sich etwas schwieriger herauszufinden, was man persönlich mag und wie der eigene Bildstil überhaupt aussieht. Je länger man jedoch in dem Bereich Fotografie unterwegs ist, umso mehr zeichnet sich ab, was man immer wieder gleich macht. Betrachtet man sich sein entstandenes Portfolio kann man irgendwann auch selbst ablesen, wie der eigene Bildstil angelegt ist.

Das Wichtigste ist aber aus meiner Sicht, sich nicht von dem Erfolg in sozialen Netzwerken leiten zu lassen. Sicherlich sollte man konstruktive Kritik immer ernst nehmen und sich selbst fragen, ob man nicht das ein oder andere verbessern kann. Allerdings ist der Erfolg eines Bildes in sozialen Netzwerken nicht gleichbedeutend mit der tatsächlichen Qualität der eigenen Aufnahmen. Wie eingangs angesprochen ist gerade bei Facebook und Co. sehr viel von der sozialen Reichweite und einer gewissen Veröffentlichungsstrategie abhängig. Besonders im Hobbybereich ist das Wichtigste, dass Dir Deine Arbeiten gefallen und Du damit zufrieden bist.

Das perfekte Bild. Der Fotograf aus Gießen setzt sich mit der Frage auseinander, wie man seine eigene Fotografie besser bewertet.

Wie ich mich auf der Suche nach dem „perfekten“ Bild verhalte.

Immer wenn ich mich in einem Shooting befinde, sage ich zu meinen Modellen dass ich Bilder möchte die „knacken“. Auch wenn sicherlich für jeden Fotograf die Suche nach „dem einen Bild“ existiert, macht es mir persönlich Freude einfach gute Ergebnisse zusammen mit den Modellen zu erzielen. Dieses „es muss knacken“ bedeutet im Grunde nichts Anderes, als dass ich keine langweiligen Aufnahmen möchte. Bilder die es schon zu Genüge irgendwo im Internet gibt, langweilen mich. Für mich war ein Shooting erfolgreich, wenn ich zusammen mit dem Model kreativ war und etwas entstanden ist, was nicht einfach konventionell ist.

Somit ist für mich die Frage nach dem „perfekten“ Bild zumindest keine, die mich immer und überall verfolgt. Ich kann ganz entspannt Bilder produzieren, bei denen ich aber auch ganz genau weiß was ich will und was nicht.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie Du das Thema soziale Netzwerke und auch das „perfekte“ Bild siehst. Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr über anregende Diskussionen. 

Afri
100 % sarchotic is er, der liebe Afri. Manchmal auch etwas verwirrt, konzeptlos und will immer zu viele Schritte auf einmal nehmen. Außerdem hat er eigentliche viel zu viel um die Ohren. Trotzdem bemüht er sich regelmäßig ein paar sympathische Artikel im Bereich Fotografie, Reisen und seiner geliebten Kolumne zu veröffentlichen. "Ich freue mich sehr, wenn Dir meine Artikel gefallen. Natürlich ist die Freude umso größer, wenn Du es schaffst auch noch einen Kommentar zu verfassen. Ich freue mich auf Dein Feedback und konstruktive Kritik."
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